Bremen, 05.05.2023. Steigende Nutzungskonkurrenzen und die Folgen des Klimawandels haben signifikante Auswirkungen auf verfügbare Trinkwasserressourcen im Nordwesten. Dadurch stehen Wasserversorgerinnen und -versorger sowie Kommunen vor zunehmenden Herausforderungen bei der Trinkwasserversorgung. Das von der Metropolregion Nordwest geförderte TEP-Projekt soll anhand einer Potenzialanalyse Trinkwassereinsparmöglichkeiten in den Verbrauchssektoren Gewerbe und Industrie sowie in privaten und öffentlichen Gebäuden erheben.
Ziel des Projektes ist es, eine Einspar-Potenzial-Schablone für Neu- und Bestandsbauten und einen Leitfaden für Gewerbe und Industrie zu konzipieren. Außerdem soll ein konkreter Maßnahmenkatalog als Planungsgrundlage für Kommunen und Wasserversorgerinnen und -versorger der Metropolregion Nordwest entwickelt werden. Beispielhaft wird das Projekt für die Stadtgemeinde Bremen und die Gemeinde Ganderkesee umgesetzt.
„Vor allem die ganzheitliche Erhebung von Wasserverbrauchsdaten und deren Verschneidung machen den Projektansatz so interessant“, erklärt Peter Hoffmeyer, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest. „Wir sind zwar eine eher wasserreiche Region, aber wir müssen alles daran setzen, unsere Ressourcen zu schützen um die Wasserversorgung auch künftig sicherstellen zu können. Mit dem TEP-Projekt wollen wir eine vorausschauende, langfristige Planung unterstützen.“
Laut Enno Eike Nottelmann, Staatsrat bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, bedeutet Klimaanpassung, lebensnotwendige Ressourcen wie Trinwasser effizient und schonend zu nutzen. „Initiativen, wie das von der Metropolregion Nordwest geförderte TEP-Projekt, erhöhen das Bewusstsein für einen planerischen Steuerungsbedarf bei zunehmenden Nutzungskonkurrenzen und sollen dazu führen, das Einsparpotenzial signifikant zu erhöhen.“
Über den Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen
Der Förderfonds, der zu gleichen Teilen aus Mitteln der Länder Bremen und Niedersachsen gespeist wird, ist das zentrale Instrument zur Förderung innovativer, regionaler Kooperationsprojekte der Metropolregion Nordwest. Ausgestattet mit jährlich mindestens 520.000 Euro trägt der Fonds dazu bei, die regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen zu vernetzen und herausragende, länderübergreifende Leuchtturmprojekte zu initiieren.
Auf dem Bild v.l.n.r.
- Jürgen Vetter, SWB Vertrieb Bremen GmbH
- Silke Mollenhauer, Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV)
- Staatsrat Enno Eike Nottelmann, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau
- Dr. Jana von Horn, Hochschule Bremen
- Nicola Illing, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest
- Martin Schulze, Leiter der Geschäftsstelle „Umwelt Unternehmen“
- Carina Sievers, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau
- Antje Baum, BUND Landesverband Bremen e.V.

