Elsfleth, 03. Februar 2022. Der Baubetriebshof der Stadt Elsfleth macht den Anfang: Sechs Monate lang werden Baubetriebshofleiter Timo Kaplan und sein Team das neue E-Schwerlastrad ausprobieren und es insbesondere für die Stadtreinigung und Pflege der Grünflächen nutzen. Anschließend werden weitere Kommunen im Landkreis Wesermarsch die Möglichkeit bekommen, das E-Schwerlastrad mit der großen Transportbox für ihre Zwecke zu testen. Genauso hat sich das auch die Metropolregion Nordwest vorgestellt, die den Kauf des E-Lastenrads durch den Landkreis Wesermarsch gefördert hat.
Im Zuge ihrer Lastenradinitiative unterstützt die Metropolregion Nordwest ihre Mitglieder dabei, dass Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten eines E-Lastenrads erproben und dadurch idealerweise zum Umdenken und Umsteigen motiviert werden. Die Landkreise und kreisfreien Städte können das geförderte E-Lastenrad selbst nutzen, es Vereinen, Verbänden, Institutionen, Einrichtungen oder Kommunen zur Verfügung stellen oder ein eigenes Sharing-System aufbauen.
(v.l.n.r.: Valerie-Manon Eppert (Klimaschutzmanagerin LK Wesermarsch), Lea Gelhaar (Leiterin Touristik-Information Stadt Elsfleth), Nicola Illing (Geschäftsführerin Metropolregion Nordwest), Hergen Speckels (Mitarbeiter des Baubetriebshofes Stadt Elsfleth), Bürgermeisterin Brigitte Fuchs (Stadt Elsfleth), Landrat Stephan Siefken ( Landkreis Wesermarsch)© Landkreis Wesermarsch / Rohde„In unserem ländlichen und eher langgestreckten Landkreis ist Mobilität ein wichtiges Thema“, sagt Landrat Stephan Siefken. „Wir sind sehr daran interessiert, unser ÖPNV-Angebot etwa durch Car-Sharing- oder Zubringermodelle zu ergänzen und parallel dazu die Nutzung von E-Fahrrädern für den Lastentransport attraktiver zu machen. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wünschen sich neue Angebote für eine nachhaltige Mobiltät in der Stadt und auf dem Land, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich.“
„Mit der Nutzung des E-Schwerlastenrads durch unseren Baubetriebshof zeigen wir als Vorbild für Unternehmen, wie auch schwere und sperrigere Güter über kürzere Wege umweltschonend transportiert werden können. Mit dem E-Schwerlastrad können die Baubetriebshof-Mitarbeiter auch Ziele an Strecken erreichen, die mit dem PKW nicht gut befahrbar sind,“ so Brigitte Fuchs, Bürgermeisterin der Stadt Elsfleth. Der Leiter des Elsflether Baubetriebhofs entwickelt jetzt einen genauen Streckenplan, damit das E-Schwerlastrad optimal genutzt und die gesamte Woche über zum Einsatz kommen kann.
„Nach der Testphase in Elsfleth sollen weitere Kommunen im Landkreis das neue E-Schwerlastrad kostenfrei ausprobieren können und herausfinden, ob es zu ihrem Bedarf passt.“ sagt Valerie-Manon Eppert, Klimaschutzmanagerin im Landkreis Wesermarsch.
„Mit dem Förderprogramm setzen wir wichtige Impulse zur Umsetzung der Verkehrswende, denn dadurch können E-Lastenräder in unterschiedlichen Einsatzbereichen getestet werden“, betont Nicola Illing, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest. „Unser Ziel ist, möglichst viele Multiplikatoren anzusprechen, neue Zielgruppen zu erreichen und so einen praktischen Beitrag zu einer klimaneutralen Metropolregion Nordwest zu leisten.“
Die Lastenradinitiative der Metropolregion Nordwest wird mit Mitteln aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen gefördert. Das Projekt läuft noch bis November 2023 und umfasst die Förderung von 16 E-Lastenrädern. Die Erfahrungen der Mitglieder und Nuzerinnen und Nutzer werden evaluiert und sollen Anregungen für die weitere Forcierung nachhaltiger Mobilität in der Metropolregion Nordwest liefern.