Diepholz, 10. Mai 2022 Große Hilfe auf einem großen Gelände: Seit kurzem steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AbfallWirtschaftsGesellschaft mbH (AWG) in Bassum ein E-Lastenrad zur Verfügung. Das Gelände des Entsorgungszentrums ist weitläufig, das Team ist viel zwischen den Anlagen wie Restabfallbehandlung, Kompostwerk und Zentraldeponie unterwegs. Mit Hilfe des E-Lastenrads sind Versorgungsfahrten oder der Transport von Werkzeug und Ersatzteilen für Reparaturen nun deutlich einfacher geworden.
Die AWG ist die erste Einrichtung im Landkreis Diepholz, die das neue E-Lastenrad ausprobieren darf, das von der Metropolregion Nordwest gefördert und heute offiziell an den Landkreis übergeben wurde. Im Anschluss werden weitere Unternehmen, Vereine und Gemeinden die Möglichkeit erhalten, das E-Lastenrad zu testen.
„E-Lastenräder bieten viel Potenzial für den Lastentransport auf kurzen Strecken und entlasten die Umwelt im Vergleich zu den herkömmlichen Transportmethoden“, betont Kreisrat Jens-Hermann Kleine. Andreas Nieweler ist Geschäftsführer der AWG und freut sich ebenso über die Vorzüge des E-Lastenrads. „Als umweltsensibles Unternehmen stehen wir oft im Fokus der Öffentlichkeit und gehen gern mit gutem Beispiel voran. Folglich freuen wir uns sehr über die Möglichkeit ein E-Lastenrad im Arbeitsalltag auszuprobieren“, sagt Nieweler.„ Gerade bei uns auf dem Gelände ist das E-Lastenrad ideal, um Geräte oder Werkzeuge möglichst schnell, sicher und einfach von A nach B zu transportieren.“
Im Zuge ihrer Lastenradinitiative unterstützt die Metropolregion Nordwest ihre Mitglieder dabei, unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten eines E-Lastenrads zu erproben. So kann das geförderte E-Lastenrad selbst genutzt, Vereinen, Verbänden, Institutionen, Einrichtungen oder Kommunen zur
Verfügung gestellt oder ein eigenes Sharing-System aufgebaut werden. Im Landkreis Diepholz wird nach der AWG die Gemeinde Weyhe das E-Lastenrad nutzen, und auch die Stadt Syke, der Naturschutzring am Dümmer und die Gemeinde Stuhr haben bereits ihr Interesse signalisiert.
„Ressourcenschonende Maßnahmen lassen sich im persönlichen Alltag und in der Arbeitswelt oftmals viel unkomplizierter integrieren als vermutet“, stellt auch Franz Vogel, Fachdienstleiter Umweltkonzepte beim Landkreis Diepholz, fest. „So werden wir das E-Lastenrad später auch gern den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises an Ausleihstationen in den jeweiligen Kommunen kostenfrei zur Verfügung stellen, um eigene Verwendungsmöglichkeiten zu erproben.“
„Mit dem Förderprogramm setzen wir wichtige Impulse zur Umsetzung der Verkehrswende, denn durch dieses können E-Lastenräder in ganz unterschiedlichen Einsatzbereichen in der gesamten Metropolregion ausgetestet werden“, betont Birgit Ahn, Referentin für Umwelt und Wirtschaft der Metropolregion Nordwest. „Und die Resonanz bisher ist sehr gut, so dass wir unserem Ziel, möglichst viele Multiplikatoren anzusprechen, neue Zielgruppen zu erreichen und so einen praktischen Beitrag zu einer
klimaneutralen Metropolregion Nordwest zu leisten, Schritt für Schritt oder auch Rad für Rad näherkommen.“
Die Lastenradinitiative der Metropolregion Nordwest wird mit Mitteln aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen gefördert. Das Projekt läuft noch bis November 2023 und umfasst die Förderung von 16 E-Lastenrädern sowie von Workshops und Veranstaltungen. Die Erfahrungen der Mitglieder werden evaluiert und sollen Anregungen für die weitere Forcierung nachhaltiger Mobilität in der Metropolregion Nordwest liefern.
Interessierte Vereine oder Firmen können sich gerne beim Landkreis Diepholz, FD Umweltkonzept, Franz Vogel unter der Telefonnummer 05441 976 1268 oder per eMail an franz.vogel@diepholz.de melden.