Förderprojekte 2016 in alphabetischer Reihenfolge
Ausweitung der Informationsplattform zur Optimierung der Tiergesundheit "aniplus+"
Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung soll durch Maßnahmen zur Förderung der Tiergesundheit deutlich reduziert werden – zum Wohle der Tiere, der Umwelt und der Konsumenten von landwirtschaftlichen Produkten. Ein Zusammenschluss vieler Akteure aus der Metropolregion hatte daher 2014 mit dem Aufbau einer deutschlandweit einzigartigen Online-Datenbank für Landwirte begonnen. Sie bündelt aktuelle Informationen über Maßnahmen zur Förderung der Tiergesundheit, die eine Verringerung der Gabe von Antibiotika ermöglichen, ohne das Wohl der Tiere zu gefährden. Mit dem aktuellen Projekt soll die Informationsplattform unter anderem um weitere Krankheitsbilder, themenspezifische Inhalte sowie Mehrwertstrategien der Unternehmen, einen Live-Ticker über Tierseuchengeschehen etc. erweitert werden. Außerdem wird, um den Fortbestand nach Ablauf der Förderung zu sichern, ein Betreibermodell entwickelt.
Ansprechpartnerin:
aniplus+
Dr. med. vet. Maria Gellermann | Projektleitung
Telefon: 04471 157 50
gellermann@aniplus.de
www.aniplus.de
Bio aus der Region – vom Land auf den Tisch
Mit dem Projekt sollen die Direktvermarktung und Nachfrage nach regional erzeugten und fair gehandelten Bioprodukten gestärkt werden. Dafür werden Gemeinden und Messeanbieter, die neue Märkte und Messen ins Leben rufen möchten, von einer regionalen Koordinierungsstelle bei der Organisation unterstützt – sei es bei der Vermittlung von Ausstellern oder der Einbindung des ÖPNV für eine verbesserte Erreichbarkeit. Ein Internetportal mit Online-Handbuch gibt Hilfestellungen und benennt und vernetzt regionale Anbieter und Marktbeschicker. Eine Vielzahl von hochwertigen Marktveranstaltungen erhöht die Attraktivität der Region, sowohl für Bewohner als auch Touristen, denn regionale Produkte und regionale Küche sind auch stark nachgefragte touristische Angebote.
Ansprechpartnerin:
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Claudia Elfers | Referentin Biostadt Bremen
Telefon: 0421 361 16882
claudia.elfers@umwelt.bremen.de
Entwicklung eines Regionalmonitoring-Dashboards
Für die Betrachtung der demografischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung in der Metropolregion Nordwest hat das Regionalmonitoring einen hohen Stellenwert. Für die zeitgemäße moderne Darstellung der Region und die Nutzung des Regionalmonitorings mit mobilen Endgeräten werden neue Softwareanwendungen entwickelt, mit denen zusätzliche mehrdimensionale Darstellungen von Daten möglich werden. Außerdem werden die Daten bis auf die Gemeindeebene verfügbar sein und neue Indikatoren zum Themenfeld des demografischen Wandels, wie der Fachkräfteverfügbarkeit oder zur sozialen Infrastruktur, aufgenommen.
Ansprechpartnerin:
Stadt Oldenburg
Ina Lehnert-Jenisch | Wirtschaftsförderung
Telefon: 0441 235 2105
ina.lehnert-jenisch@stadt-oldenburg.de
Förderung der Entwicklung komfortorientierter Angebote für Alle im Gastgewerbe
Der Tourismus in der Metropolregion Nordwest stellt mit rund 154,3 Mio. Aufenthaltstagen pro Jahr einen wichtigen Wirtschafts- und Standortfaktor dar. Ein großes noch zu hebendes Potenzial liegt im barrierefreien Tourismus. Um auch in Zukunft im Wettbewerb gegenüber anderen Regionen bestehen zu können, ist die stetige Sicherung und Weiterentwicklung der „Komfortqualität für alle“ in der Metropolregion Nordwest von großer Bedeutung. Das Projekt hat das Ziel, mit der Durchführung von zwei Informationstagen die Unternehmen im Tourismus (vornehmlich Gastgewerbe) mit praxisnahen Beispielen und Vorträgen für die Themen Barrierefreiheit und Komfortqualität zu sensibilisieren.
Ansprechpartnerin:
Wirtschaftsförderung Wesermarsch – Touristikgemeinschaft Wesermarsch
Julia Bittner
Telefon: 04401 856 110
bittner@wesermarsch.de
Integration durch Kulturbegegungen
An verschiedenen Orten in der Metropolregion Nordwest treffen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kultur-Werkstätten, Produktionsstätten und Workshops, die sich mit Themen des Lebensumfeldes, der Herkunftsgebiete und mit Fragen einer gemeinsamen Zukunft in Europa auseinandersetzen. Dabei entstehen künstlerische und kulturelle Produktionen, die in verschiedenen Orten der Metropolregion gezeigt werden. Die Präsentation vor Ort – u. a. in Form einer Ausstellung – gibt Impulse für eine Zusammenarbeit zwischen Migranten/Flüchtlingen, lokalen Vereinen und Initiativen. Integration wird hierbei immer als wechselseitiger Prozess verstanden. Das Projekt zeigt die Möglichkeiten für das künftige Zusammenleben in einer globalisierten Welt. Außerdem wird die Zusammenarbeit zwischen Kultureinrichtungen und MigrantInnen sowie die Vernetzung der Kultureinrichtungen untereinander gefördert.
Ansprechpartner/-in:
Oldenburgische Landschaft
Dr. Michael Brandt | Geschäftsführung
Telefon: 0441 799 180
brandt@oldenburgische-landschaft.de
Bremer Shakespeare Company e.V.
Renate Heitmann | Geschäftsführender Vorstand
Telefon: 0421 520 9511
renate.heitmann@shakespeare-company.com
Logistiklotsen für die Metropolregion Nordwest
Die Logistiklotsen bieten eine Plattform sowie Veranstaltungsformate zur Förderung von Innovation, Nachwuchsförderung und Mitarbeiterentwicklung im Bereich der maritimen Wirtschaft und Logistik. Grundlegendes Ziel ist die Stärkung der Innovationskraft der Unternehmen und der Region durch eine Intensivierung des „Transfers über Köpfe“. Teilnehmende Studierende erhalten einen praxisnahen Einblick in die Welt der Logistik. Sie arbeiten in multidisziplinären Teams an kreativen Ideen und realen Problemlösungen und präsentieren die Ergebnisse vor einer unabhängigen Expertenjury. Durch die vielen Projektpartner aus Unternehmen können die Studenten schon während des Studiums Kontakte in die Wirtschaft und zu potentiellen Arbeitgebern aufbauen.
Ansprechpartner:
Logistiklotsen e.V.
Dr. Sven Herrmann | Vorstandsvorsitzender
Telefon: 0175 721 3851
info@logistiklotsen.de
www.logistiklotsen.de
Regionales Mobilitätskonzept: Radverkehr
Das "Regionale Mobilitätskonzept: Radverkehr" dient zur Umsetzung des Leitziels "Region der guten Wege – Erreichbarkeit für alle" des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen. Auf Basis eines gemeinsam festzulegenden regionalen Zielnetzes für den Radverkehr soll ein abgestimmter Maßnahmen- und Prioritätenplan erarbeitet und zum Projektende eine Beschlussvorlage zur Umsetzung formuliert werden. Dabei fließen Überlegungen für eine enge Verknüpfung des ÖPNV/SPNV (Schienenpersonennahverkehr) mit regional abgestimmten Radschnellwegen genauso ein, wie die Potenziale der E-Mobilität für den Radverkehr. Planungsraum ist das Gebiet des Kommunalverbunds sowie die Stadt Oldenburg.
Ansprechpartnerin:
Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e.V.
Susanne Krebser | Geschäftsführerin
Tel: 04221 981 2410
krebser@kommunalverbund.de
Verringerung des Flächenverbrauchs durch ein vorausschauendes Monitoring der Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Flächenbedarf sowie eines nachhaltigen Flächenmanagement im Bereich von Gewerbeflächen
Durch eine frühzeitige Unterstützung von Unternehmen, bei denen eine Betriebsnachfolge nicht realisiert werden kann, soll die Entstehung von Gewerbebrachen vermieden werden, statt, wie häufig der Fall, erst dann tätig zu werden, wenn der Betrieb schon geschlossen ist. Ein Monitoring der Altersstruktur inhabergeführter Unternehmen auf Basis von Kreditreformdaten ermöglicht eine gezielte Ansprache. Zudem sollen bestehende Brachflächen dem Markt wieder zugeführt werden. Durch das Projekt wird die Versiegelung und Inanspruchnahme neuer landwirtschaftlicher und ökologisch wertvoller Flächen reduziert und gleichzeitig das Problem leerstehender Immobilien und Brachflächen verringert.
Ansprechpartnerin:
Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft mbH
Susanne Menke | Prokuristin
Telefon: Tel: 0541 501 4204
menke@oleg.de