Einsteigen und mitfahren: Auch das wird möglich sein, wenn die Fahrzeuge der Wasserstofftour vom 24. Juni bis zum 3. Juli an unterschiedlichen Orten in der Region Halt machen. Unter dem Motto „Wasserstoff bewegt die Region“ wird auf diese Weise nachhaltige Mobilität unmittelbar erlebbar. In entspannt sommerlicher Atmosphäre können sich die Besucherinnen und Besucher der Wasserstofftage detailliert über die Vorteile von wasserstoffbetriebenen Autos informieren und den damit verbundenen Fahrspaß aus eigener Anschauung erfahren.
Wasserstoffautos sind die Gegenwart
„Wir wollen möglichst viele Menschen mit H2-Fahrzeugen in Berührung bringen“, sind sich Ronald Rose, Geschäftsführer der Bremer Mineralölhandel GmbH, und Friederike Hackmann, Referentin für Wirtschaft und Wissenschaft, einig. „Damit wollen wir zeigen: Es gibt diese Autos schon. Das ist keine Zukunftstechnologie, sondern das ist die Gegenwart.“ Rose, der sich mit seinem eigenen Toyota Mirai II als Fahrer an der Tour beteiligt, hat sich mit seinem Unternehmen auf den Weg gemacht, den Wechsel vom klassischen Mineralölhandel hin zu neuen Energieformen aktiv zu gestalten: So war er am Aufbau der ersten Wasserstofftankstelle in Oldenburg beteiligt, die seit einigen Monaten im Testbetrieb läuft. Für den Unternehmer ist Wasserstoff ein wesentlicher Schlüssel der Energiewende.
Beitrag zur Versorgungssicherheit
Mit dabei ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dessen Oldenburger Standort vor fünf Jahren das erste Wasserstoff-Auto in der Huntestadt angeschafft hat. „Wasserstoff lässt sich in vielen Bereichen einsetzen“, sagt Dr. Alexander Dyck, der als Leiter der Abteilung Stadt- und Gebäudetechnologien am DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme die Entwicklung technologischer Bausteine für das Gelingen der Energiewende gestaltet. „Als Element, das die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr miteinander verbindet, ist Wasserstoff ein wichtiger Baustein der künftigen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.“ Die Beteiligung an den Wasserstofftagen Nordwest ist für den Wissenschaftler ein Beitrag zur Diskussion, zur Schaffung gesellschaftlicher Akzeptanz. Für Forschungszwecke hat das DLR Institut kürzlich ein zweites Wasserstoffauto angeschafft, das im Rahmen der Forschung zu einem Energiespeicher für Gebäude umgebaut werden wird. Im Vergleich zum ersten Fahrzeug sei es noch effizienter und günstiger sowie mit weniger kritischen Ressourcen gebaut: „Wir erwarten, dass diese Entwicklung noch eine ganze Weile so anhalten wird“, formuliert er einen positiven Ausblick darauf, dass sich die klimafreundliche Technologie bald in vielen Bereichen etablieren wird.
Die Metropolregion Nordwest hat die Wasserstofftage Nordwest 2022 gemeinsam mit den regionalen Akteurinnen und Akteuren ins Leben gerufen. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit der Metropolregion Hamburg. Die beiden Metropolregionen koordinieren und bündeln die lokalen Aktivitäten, um ihre Expertise und Kompetenz unter dem Motto „Wasserstoff erleben“ sichtbar zu machen. Die Wasserstofftage Nordwest 2022 finden vom 24.06. bis zum 03.07.2022 parallel zur Woche des Wasserstoffs Süd 2022 statt.
Mehr Informationen: www.wasserstofftage-nordwest.de

