© Agrotech Valley Forum e.V.„Der Klimawandel erfordert ein Umdenken und eine einschneidende Reduzierung der Treibhausgasemisionen in allen Bereichen. Der Einsatz von Wasserstoff als Antriebstechnologie kann in Teilbereichen wie zum Beispiel der Landwirtschaft ein Lösungsansatz sein und einen Beitrag zum Erreichen der sektorenspezifischen Reduktionsziele leisten. Damit kann sich die regional sehr bedeutende Agrartechnologie-Branche zukunftsfähig aufstellen. Frühzeitig die Weichen für Innovationen zu stellen, zeichnet die regionalen Landmaschinenhersteller aus“, hebt Anna Kebschull, Landrätin des Landkreises Osnabrück hervor.
„Die Antriebstechnologie in der Landtechnik wird bislang fast ausschließlich von Dieselmotoren dominiert. Es gibt bislang keine wirtschaftlichen Ansätze für alternative Antriebe in Serienreife. Wasserstoffbasierte Antriebstechnologien bieten gerade in der Landtechnik mit den großen Maschinen, langen Einsatzzeiten und großen Lastenbewegungen viel Potenzial“, betont Dr. Josef Horstmann, 1. Vorsitzender des Agrotech Valley Forum e.V. „Die Roadmap soll ein erster Meilenstein auf diesem Weg sein. Wir haben in der Region ein hervorragendes Netzwerk aus kommunalen Partnern, Kammern, Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deren Kompetenzen wir als Projektträger zusammenführen werden.“
Bis Ende des nächsten Jahres entwickelt das Projekt „H2@AgTech“ eine Strategie mit Einstiegsszenarien für anwendungsorientierte Innovations- und Entwicklungsvorhaben für Wasserstoff in der Landtechnik. Die Kompetenzfelder Mobilität, Energiesysteme, Robotik und Künstliche Intelligenz spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine der Projektfragestellungen ist, wie eine auf Wasserstoff basierende Antriebs- und Versorgungstechnologie intelligent in ein regenerativ gespeistes Energiesystems integriert werden kann. Die auf den Raum der Metropolregion Nordwest fokussierte Handlungsstrategie für klimaschonende Antriebstechnologien im Bereich der Landtechnik soll als Basis für weitere Anträge an die EU, den Bund und das Land zur Umsetzung der definierten Einzelprojekte dienen.
„Zeitgleich zum Projekt erstellen wir eine Gesamtstrategie für die Wasserstoffregion Nordwest, denn wir wollen nicht nur in der Agrartechnologie, sondern insgesamt Vorreiterin für den Aufbau der Wasserstoffindustrie werden. Unsere Region bietet ideale infrastrukturelle und wirtschaftliche Voraussetzungen zur Erzeugung, Lagerung & Speicherung, zum Import sowie zum Transport von Wasserstoff. Verknüpft mit einer Vielzahl von Forschungseinrichtungen ergibt sich ein einzigartiges Potenzial, das es zu entfalten gilt“, so Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, bei der offiziellen Übergabe des Förderbescheids.