Nominierte des Nordwest Awards 2022 "Nordwest.Zusammenhalt"
© weserholz (Käpt'n Kurt e.V.)
Inklusion und Sichtbarkeit durch öffentliche Spielorte
Das Projekt setzt längerfristig auf die Um- und Neugestaltung öffentlicher Spielorte in Bremen und der Region NordWest mit dem Ziel der Barrierefreiheit. Dafür sollen bedarfsgruppengerechte Designrichtlinien für barrierefreie öffentliche Spielorte entwickelt werden, um die Teilhabemöglichkeiten und Sichtbarkeit von Menschen mit kognitiven, sensorischen oder körperlichen Beeinträchtigungen zu verbessern sowie die Sensibilisierung „nicht-beeinträchtigter“ Menschen durch gemeinsames Erleben zu erhöhen. Die Gestaltung solcher Orte hat viele Dimensionen und bezieht – im Sinne des Social Designs – früh diverse Stakeholder (Menschen mit/ohne Beeinträchtigungen, Angehörige, städt. Akteure, Bildungsträger) in den Prozess ein. Aus einer Bedarfs- und Problemanalyse soll zunächst eine Art Wander-Ausstellung entstehen, die anhand physischer Erlebnis-Modelle für das Thema sensibilisiert. In Co-Kreation wird im Verlauf des Projekts ein Spielort-Prototyp entwickelt, der getestet und bewertet wird. Am Ende stehen frei zugängliche Designrichtlinien, die Kommunen, Städte oder Wohnungsbaugesellschaften barrierefreie Spielorte umsetzen lassen.
© AFZ - Arbeitsförderungs-Zentrum im Lande Bremen GmbH, Quartiersmeisterei Lehe
Leher Pergolinchen – die Grüne-Mitmach-Oase auf dem Leher Pausenhof
Die Quartiersmeisterei Lehe entwickelt mit dem StartUp Urban Pergola UG ein Konzept für eine Grüne-Mitmach-Oase mit Lerncharakter (Pflanzenwachstum, Pumptechnik, Nährstoffversorgung) basierend auf deren prämierten Idee einer klimatisierenden, modularen Stadtbegrünung. Dieses Vorhaben wird derzeit auf dem „Leher Pausenhof“ in Bremerhaven umgesetzt und sieht ein Gründach zwischen zwei Containern vor, welches das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität auf dem ansonsten eher grauen Platz verbessern soll. Die Bepflanzung erfolgt mit Pflanzen, deren Blätter oder Früchte im Sinne des Urban Gardening zum Verzehr geeignet sind. Das System wird als Hydrokultur betrieben und mit moderner Sensortechnik ausgestattet, die Nährstoffzufuhr und Bewässerung regelt. Es soll außerdem eine Wetterstation installiert werden. Der Strom für die Technik soll über Solarpaneele oder durch eine Kurbel selbst erzeugt werden. Begleitet wird die Installation durch verschiedene Mitmachangebote, insbesondere für Kinder & Jugendliche. Diese Installation soll der Startpunkt zur Entwicklung eines außerschulischen Lern- und Bildungsortes im Quartier werden.
Netzwerk Inklusives Bremerhaven
Wie schafft man es, eine Stadtgesellschaft zu entwickeln, die Teilhabe und Chancengleichheit für alle Menschen ermöglicht und sichtbare und unsichtbare Barrieren abbaut? Und das Ganze aus eigenem Antrieb heraus, für alle Menschen in der Stadt mit viel Arbeitseinsatz? Im Netzwerk!
Im Netzwerk Inklusives Bremerhaven engagieren sich bisher ca. 80 Menschen (Anzahl steigend) aus den unterschiedlichsten Bereichen, haupt- und ehrenamtlich, von der Geschäftsführung großer Organisationen bis zu Selbstvertreterinnen und -vertretern, um eine inklusive Stadtgesellschaft zu entwickeln, in der Teilhabe und Teilsein für alle selbstverständlich ist. So bunt wie wir Aktiven sind, so bunt sind unsere Aktivitäten: von einer inklusiven Grünkohltour über einen Rolli-Parcours zum eigenen Erfahren von Barrieren bis zur Beratung von Arbeitgeberinnen und Arbeitsgebern zur Einstellung von Schwerbehinderten. Wir bewegen die Projekte, für die wir brennen. Es gibt keinen Masterplan. Wir tun die Dinge, die wir in dem Moment für wichtig und richtig erachten, in denen Energie steckt und kommen so durch das pragmatische Handeln mit kleinen und großen Bausteinen schnell unserem Ziel nah.
