Nominierte des WeiterdenkerAwards 2022
Das FabLab Bremen als Vermittlungsinitiative digitaler Technologien
Das FabLab Bremen ist ein Bildungsort, ein Reflexionsraum, eine Experimentierfläche und Fabrikationshalle im Rahmen einer High-Tech-Werkstatt, ganz nach dem Motto: Design, Make, Learn, Share. Die Infrastruktur ermöglicht die professionelle Umsetzung eigener Ideen Aller und bietet zugleich viel Raum für experimentelles Arbeiten und Lernprozesse mit dem Schwerpunkt digitaler Medien und Fertigungstechnologien. In einem weltweiten Netzwerk von Makerinnen und Makern betreibt ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Elektrotechnik, Informatik, Medienkunst und Pädagogik gemeinsam mit Praktikantinnen und Praktikanten diese offene High-Tech-Werkstatt, mit 3D-Druckern, Laser-Cuttern, Mikroprozessoren und Sensoren, Fräsen und digitaler Zeichentechnik. Durch ein gut zugängliches Fabrikationslabor treffen unterschiedlichste Akteurinnen und Akteure aufeinander und ein interdisziplinärer und transgenerationaler Austausch entsteht. Die OpenLabDays ermöglichen den Zugang Aller, Workshopformate in Kooperation mit Bildungseinrichtungen vermitteln Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche, Projekte wie das »Electric Repair Cafe« oder der »FLINTA* OpenLabDay« bereichern Stadtkultur und schaffen safe spaces. Zudem wird der Charakter und das Potential des non-formalen Bildungsortes in Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Bremen erforscht.
DSMS - Demand Side Management Sielentwässerung
Entwässerungsverbände leisten in der norddeutschen Tiefebene einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung und der Flächen vor Überflutungen. Ohne eine aktive Entwässerung sind die Gebiete hinter der Deichlinie aufgrund der topografischen Gegebenheiten von Überflutungen betroffen. Der Schutz der Bevölkerung und Flächen ist nur durch einen aktiven Betrieb von Schöpfwerken möglich, die jedoch zu großen Teilen nicht zentral überwacht werden. Fällt eine Pumpe aus, dann ist es bei Starkregen möglich, dass ein Gebiet überflutet wird. An diese Ausgangslage knüpft das Projekt DSMS – Demand Side Management Sielentwässerung aus Ovelgönne im Landkreis Wesermarsch an und leistet seinen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz durch die bedarfsgerechte Fahrweise der Sielentwässerung. So werden in einer Logik unter anderem Windenergieanlagen mit Schöpfwerken verknüpft um die CO2 Emissionen zu senken, Siele als virtuelle Wasserspeicher genutzt um das Stromnetz zu entlasten oder Empfehlung zur Wasserstandshaltung zur Vernässung von Mooren ausgesprochen.
Wir Lohner Digi-Town
Das `Wir Lohner Digi-Town‘ eröffnete im November letzten Jahres in Lohne im Landkreis Vechta die Türen. In dieser können sich die Besucherinnen und Besucher über den stationären Handel, Gastronomie und das Vereinsleben in Lohne informieren. Dabei bewegt man sich über jedes Endgerät durch eine virtuelle Kleinstadt. Hier haben aktuell bereits über 40 Lohner Akteurinnen und Akteure aus Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung sowie auch ansässige Vereine eins der digitalen Häuser bezogen. Diese so genannten `Townies‘ hinterlegen darin Daten und Social Media Profile, wodurch die Besucherinnen und Besucher einen schnellen Überblick über das vielseitige Angebot in Lohne erhalten. Neben den Häusern wurden in der Digi-Town auch öffentliche Bereiche wie zum Beispiel ein Arbeitsamt mit örtlichen Stellenangeboten oder einer digitalen Mensa, in der man Speisekarten der `Townies‘ finden kann, eröffnet. Für die Kinder wurde eine Kunstgalerie eingerichtet, in der Kunstwerke der Lohner Grundschülerinnen und -schüler veröffentlichte werden. Aktuelle Informationen über Lohne findet man im Kiosk, wie das aktuelle Wetter oder auch die Ausgaben der Ortszeitung `Lohner Wind‘. Passend zu den Jahreszeiten gibt es außerdem vieles in der `Digi-Town‘ zu entdecken: von der Ostereiersuche bis hin zum Weihnachtsmarkt mit digitalen Ständen.


