Metropolregion Nordwest

Regionalkonferenz „24/7 – Lebendige Zentren der Zukunft“

Mi, 05.02.2020, 10:30 - 15:30 Uhr

Die Orts- und Stadtzentren unterliegen aufgrund des Strukturwandels im Einzelhandel aktuell einer deutlichen Transformation. Ladenlokale stehen leer oder sind unterwertig genutzt. Die Angebotsvielfalt geht zurück und die Attraktivität und Vitalität der Ortsmitten werden negativ beeinträchtigt.

Die Digitalisierung im Einzelhandel und gesellschaftliche Veränderungsprozesse hinterlassen sichtbare städtebauliche und funktionale Veränderungen in den Zentren. Betroffen sind alle! Kleine und mittlere Kommunen ebenso wie die Innenstädte und Stadtteilzentren der Oberzentren.

Was erwartet uns? Was sind die sozialen, ökonomischen, räumlichen und technologischen Trends? Wie könnte die zukünftige Entwicklung der Zentren aussehen? Welche Rolle wird der Einzelhandel dabei spielen? Welche alternativen Nutzungen neben dem Einzelhandel gibt es? Welche Akteure braucht es? Welche Rolle spielen die Immobilieneigentümer? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig?

Auf der Regionalkonferenz am 05.02.2020 der Metropolregion wollen wir mit Ihnen zusammen Antworten zu diesen Fragen diskutieren.

Programm

10:30 Uhr           Zusammenkommen

11:00 Uhr           Begrüßung

11:15 Uhr           Strukturwandel im Einzelhandel – Herausforderungen für die Zukunft

Dipl.-Geogr. Oliver Brimmers, IFH Köln

11:45 Uhr           Zukunft der Innenstädte

Prof. Dr. Ares Kalandides, inpolis urbanism, Berlin

12.30 Uhr           Imbiss

13:15 Uhr           Zukunft der (Stadt-)Zentren ohne Handel? Neue Impulse und Nutzungen für Zentren mit Zukunft

Dipl.-Geogr. Klaus Mensing, CONVENT Mensing beraten • planen • umsetzen, Leiter derad-hoc Arbeitsgruppe der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL)

13:45 Uhr           Praxisbericht am Beispiel des Mittelzentrums Alfeld

Dipl.-Ing. Mario Stellmacher, Leiter des Baudezernats der Stadt Alfeld (Leine)

14:00 Uhr           Kaffee-/Teepause

14:15 Uhr           Was ist zu tun? Bausteine für lebendige Zentren der Zukunft.

Podiumsdiskussion

  • Dipl.-Geogr. Kathrin Wiellowicz, IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum
  • Dipl.-Ing. Mario Stellmacher, Leiter des Baudezernats der Stadt Alfeld (Leine)
  • Dipl.-Geogr. Klaus Mensing, CONVENT Mensing beraten • planen • umsetzen
  • Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Mansfeld, Architektin BDA, Dekanin der Fakultät Architektur Bau Umwelt der Hochschule Bremen

15:00 Uhr           Fazit und Ausblick

15:15 Uhr           Ende der Veranstaltung

Moderation Markus Löwer (Referatsleiter Raumordnung, Stadtentwicklung, Flächennutzung, Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt, Bremen). Leiter des Arbeitskreises Raumstruktur der Metropolregion Nordwest.

 

Bitte nutzen Sie für Ihre Anmeldung das Online-Anmeldeformular. Vielen Dank!

 

Referenten

Dipl.-Georg. Brimmers

Teamleiter am IFH Köln und der dort angesiedelten Marke ECC Köln.

Anhand aktueller Ergebnisse aus Kundenbefragungen und Studien werden die Auswirkungen des veränderten Konsumentenverhaltens vor dem Hintergrund des Onlinehandels auf das Einkaufsverhalten aufgezeigt. Wie Händler und Innenstädte auf diese Herausforderungen reagieren können und was Kennzeichen einer vitalen Innenstadt aus Konsumentensicht wird u. a. anhand von Ergebnissen der Stadt Delmenhorst aus der Untersuchung „Vitale Innenstädte“ aufgezeigt und anhand von Praxisbeispielen belegt.

Prof. Dr. Ares Kalandides

Professor für Stadt- und Regionalmanagement an der Manchester Metropolitan University (UK) und Direktor des „Institute of Place Management“. Gründer und Geschäftsführer von Inpolis Urbanism, eines weltweit tätigen Beratungsunternehmens in der Stadtentwicklung. Projekte in verschiedenen Ländern Europas, in Südamerika, Südafrika und Australien.

Demographische Veränderungen, ökonomische Umstrukturierungen, Individualisierung der Lebensstile sowie neue Konsumgewohnheiten führen zunehmend zu einem oft als Krise wahrgenommenen Strukturwandel unserer Innenstädte. In diesem Vortrag werden Beispiele von Lösungsansätze belichtet – von Zwischen- und Umnutzungen leerstehender Räume bis hin zu neuen Governance-Experimenten.

Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Mansfeld, Architektin BDA

Dekanin der Fakultät Architektur Bau Umwelt der Hochschule Bremen, lehrt an der School of Architecture Bremen Entwerfen, Darstellung und Gestaltung, kooperiert mit der Hochschule für Künste in den Masterstudiengängen Architektur/ Environmental Design und Integriertes Design mit Interspace_die lernende Stadt, einem interdisziplinären Lehr- und Transferformat, das sich mit dem öffentlichen Raum in der Stadtregion Bremen auseinandersetzt. Inhaberin des Büros mikropolis_ Architekten und Designer. Mitglied der DASL und im Vorstand des Bremer Zentrums für Baukultur.

Der Wandel durch Digitalisierung, Demografie und Mobilität wird die Innenstädte nachhaltig verändern. Wie können die öffentlichen Räume in diesem Kontext identitätstiftende Qualität zurück gewinnen? Wie können wir sie von Verkehrs- und Bewegungsräumen zu Kommunikations- und Aufenthaltsräumen gestalten und damit den Menschen einen Grund des Verweilens anbieten, eine Alternative zum bloßen Konsum?

Dipl.-Geogr. Klaus Mensing

Inhaber des Büros CONVENT Mensing beraten • planen • umsetzen. Leiter der Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL).

Aufgrund der Trends im Handel und veränderter Kundenpräferenzen wird es in vielen Klein- und Mittelstädten sowie Stadtteilzentren größerer Städte immer schwieriger, neuen Einzelhandel als Folgenutzungen für Leerstände zu finden. Angesichts der abnehmenden Leitfunktion des Handels müssen die Zentren neu gedacht werden, um durch neue  ielgruppen zusätzliche Frequenz und Erlebnisqualität zu schaffen, ortsbildprägende Immobilien in Wert zu setzen, den öffentlichen Raum lebendiger zu gestalten und die Identifikation der Bewohner mit „ihrer“ Innenstadt zu erhöhen. Die Arbeitsgruppe „Zukunft der (Stadt-)Zentren ohne Handel?“ der Landesarbeitsgemeinschaft Bremen / Hamburg / Niedersachsen / Schleswig-Holstein der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) hat die aktuellen Entwicklungen des Handels und der Zentren sowie deren planerische Weiterentwicklung, baulich-räumliche Transformation, Profilierung und (Neu-)Positionierung diskutiert. Ergebnis ist ein Positionspapier, das im Frühjahr 2020 erscheint und dessen wesentliche Ergebnisse vorgestellt werden.

Dipl.-Ing Mario Stellmacher

Stadt- und Regionalplaner; leitet seit 2002 das Baudezernat der Stadt Alfeld (Leine) – Mittelzentrum der Region Leinebergland; seit 2007 Mitglied der DASL.

Wie können Innenstädte weiterhin attraktiv und vital gehalten werden? Sind die vorhandenen Instrumente ausreichend? Welche Möglichkeiten hat die Öffentliche Hand? Welche Grenzen gibt es? Praxisbeispiele aus einem niedersächsischen Mittelzentrum.

Dipl.-Geogr. Kathrin Wiellowicz

Referentin für Handel und Raumordnung bei der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum; u. a. Beratung von Handelsunternehmen und Kommunen zu Themen des Einzelhandels und der Entwicklung von ( Innen-)Städten und Ortszentren.

Ortskerne und Innenstädte stehen vor allem im ländlichen Raum unter großem Druck. Damit unsere Zentren attraktive Wohn-, Arbeits- und Unternehmensstandorte bleiben, müssen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Stadtmarketing mehr denn je an einem Strang ziehen. Neben klassischen Instrumenten der Stadtentwicklung sind zukünftig auch neue, „um die Ecke denkende“ Wege zu beschreiten. 

 

Veranstaltungsort
Markthalle Delmenhorst
Veranstaltungsinformationen
Eintritt:Die Teilnahme ist kostenlos.
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