Metropolregion Nordwest

Save the Date: Grüner Wasserstoff als Chance für die Logistik

Mi, 27.05.2020
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Der Klimawandelt erfordert ein umweltbewusstes Handeln, um die Auswirkungen logistischer Prozesse in Richtung CO2-Neutralität zu entwickeln. Alternative Kraftstoffe sind daher gefragt. In der Region bietet sich die Erzeugung von grünem Wasserstoff an, weil für die Herstellung Wind-Strom zur Verfügung steht, den die Windparks on- und offshore liefern können. Ferner existieren lokale Speichermöglichkeiten durch hiesige Kavernen (u.a. EWE, UNIPER) und die Bereitschaft in der Wirtschaft wächst, diesen neuen Technologieansatz zu nutzen.

Vor diesem Hintergrund organisiert die Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH in enger Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern die diesjährige Logistikkonferenz der Metropolregion Nordwest am 27. Mai mit dem Schwerpunkt „Grüner Wasserstoff – alternativer Kraftstoff für den Nordwesten".

Pressefoto Logistikkonferenz 2020Die Konferenz hat viele Partner, die zur Realisierung beitragen v.l.: Claas Bunjes/L.I.T., Nils Siemen / Wirtschaftsförderung Wesermarsch, Prof. Dr. Peter Wengelowski / Jade Hochschule Elsfleth, Ingrid Marten / Wirtschaftsförderung Wesermarsch, Dr. Anna Meincke / Metropolregion Nordwest und Kristof Ogonovski / Oldenburgische IHK.© Ulrich Schlüter / NWZ„Wir freuen uns sehr, dass wir diese geschätzte Veranstaltung nach 2017 erneut in der Wesermarsch ausrichten dürfen", so Nils Siemen, Leiter der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH. Möglich wird diese Tageskonferenz durch die Förderung der Metropolregion Nordwest, die alljährlich der regional wichtigen Branche einen Treffpunkt für Unternehmen und Experten bieten möchte. „Die Logistik hat eine volkswirtschaftliche Schlüsselfunktion inne und macht die Metropolregion Nordwest zu einem logistischen Hotspot Europas mit hervorragenden Wachs-tumschancen", so Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest. „Die Regionalkonferenz Logistik ist daher ein wichtiger Termin, mit dem wir aktuellen Weiterentwicklungen in der Branche Raum geben wollen", so Meincke.


Veranstalter ist die Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH. Als feste Partner für die wirtschaftlichen Interessen beteiligen sich die Industrie- und Handelskammern Bremen IHK für Bremen und Bremerhaven, die Oldenburgische IHK sowie die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum mit großem Engagement an der Ausrichtung der Veranstaltung, um innovative Ideen voran zu treiben.

„Der Nordwesten hat die Chance Vorreiter bei der Produktion, Lagerung und Nutzung von Wasserstoff zu werden. Für die Logistik bietet der Wasserstoff das Potential nachhaltige und zukunftsfähige Transporte anzubieten", ist sich Kristof Ogonovski, Referent für Verkehr bei der Oldenburgischen Kammer, sicher.

Und diese Chancen möchte man zukünftig auch im Landkreis Wesermarsch verstärkt nutzen. „Wir sind im engen Austausch mit den Unternehmen und den Kommunen, die mit großem Interesse auf das Thema Wasserstoff reagieren. Um Wasserstoff in die praktische Anwendung zu bringen, können wir bereits auf das bewilligte Projekt setzen mit dem Namen „H2BrakeC02". Es hat sich CO2-freie Hafen- und Logistikprozesse durch Wasserstofftechnologien zum Ziel gesetzt. Der Braker Hafen soll dafür zum Modellfall werden. Die Stadt Brake ist erfolgreicher Antragsteller im Programm HyLand/HyExperts des BMVI gewesen", skizziert Nils Siemen ein Beispiel für die aktuellen Aktivitäten zur Wasserstoffthematik im Landkreis.

So wichtig geförderte Projekte für die Weiterentwicklung alternativer Brennstoffe sind, so wichtig ist es, engagierte Unternehmen als lokale Partner zu haben, die sich initiativ den aktuellen Herausforderungen stellen. „L.I.T. setzt seit Mitte 2019 die ersten LNG Fahrzeuge ein und wird 2020 weitere einsteuern. Uns ist allen bewusst, dass man aktuell nur einen fossilen Kraftstoff durch einen anderen ersetzt. Durch den Einsatz von Fahrzeugen mit verflüssigtem Erdgas, kann man zumindest heute schon bis zu zehn Prozent CO2 einsparen", weiß Claas Bunjes Fuelmanager vom Logistikunternehmen aus Brake. Und er ergänzt: „Wird Erdgas „morgen" durch Biogas oder Wasserstoff ersetzt, wird aus der oft zitierten Brückentechnik eine sehr lange Brücke. Auch sehen wir im Wasserstoff einen wichtigen Antrieb der Zukunft in Verbindung mit dem Einsatz der Brennstoffzelle", blickt der Fachmann in die Zukunft mit erneuerbaren Energien.

Gäste der Logistikkonferenz können auf ein vielfältiges Programm gespannt sein und sich ausführlicher über die regionalen Entwicklungen zum Wasserstoff informieren. In den Vormittagsstunden ist ein Besuch der Kavernen der EWE und Uniper in Huntorf geplant. Auf dem Mariti-men Campus, im Gebäude der Jade Hochschule, wird die Veranstaltung fortgesetzt. „Wir freuen uns Gastgeber der Konferenz zu sein, denn Wasserstoff beschäftigt uns schon länger. Bereits 2015 haben wir eine Projektstudie zu den Nutzungsmöglichkeiten von Wasserstoff als Energieträger in der maritimen Wirtschaft vorgelegt", erläutert Professor Dr. Peter Wengelowski, Studiendekan am Fachbereich Seefahrt und Logistik in Elsfleth, die eigene Expertise.

Im Vortragsblock werden sechs Experten unter der Moderation von Ludger Abeln aus verschiedenen Branchen Vorträge vorstellen. Den Auftakt macht Dr. Tim Sebastian Müller vom Energiemuseum Hannover. Sein Vortragsthema lautet „Die Energie der Zukunft? Der lange Aufstieg des Elementes Wasserstoff".

Am Nachmittag wird Minister Olaf Lies die Podiumsdiskussion einläuten. Unter der Überschrift „Wasserstoff – grüne Power für den Nordwesten" diskutieren der Minister mit dem Vorstandsvorsitzenden der EWE Stefan Dohler sowie Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Eine Anmeldung ist bereits unter www.event.wesermarsch.de möglich.

Veranstaltungsort
Maritimer Campus Jade Hochschule Elsfleth
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